Gesundheitsförderung Schweiz

Glossar

Liste

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Anspruchsgruppen

Anspruchsgruppen (Stakeholder) sind Gruppen, die aufgrund ihrer Rolle bestimmte Interessen oder Erwartungen in Bezug auf ein Angebot, eine Dienstleistung, ein Projekt/Programm, eine Organisation oder ein Setting haben. Dazu zählen Leistungsempfängerinnen, Kostenträgerinnen sowie Personen, die an einer Dienstleistungserbringung beteiligt sind oder diese beeinflussen (z. B. Partner, Behörden).

Die Begriffe Anspruchsgruppen und Stakeholder werden synonym verwendet.

Assessment

Systematische resp. kriteriengeleitete Analyse und Bewertung einer Sache oder eines Sachverhalts, welche Stärken und Verbesserungspotenziale aufzeigt. Es kann dabei zwischen Self-Assessment und externem Assessment unterschieden werden. Eine erneute Bewertung z.B. im Rahmen einer Zertifizierung wird Re-Assessment genannt. (vgl. Gesundheitsförderung Schweiz / Arbeitsgruppe BGM-Kriterien 2017). Im Rahmen der Public-Health-Strategieentwicklung steht Assessment für die Erfassung und Analyse von gesundheitlichen Herausforderungen oder Problemen auf Bevölkerungsebene (als erste von vier Phasen des Public Health Action Cycle). (vgl. Ruckstuhl et al. 2008, 8f) Im BGM meint Assessment die kriteriengeleitete Beurteilung des Betrieblichen Gesundheitsmanagements, also der BGM-Strukturen und -Prozesse einer Organisation. In der Gesundheitsfolgenabschätzung (Health Impact Assessment) steht Assessment für die Analyse und Bewertung von gesundheitlichen Folgen einer (u.a. politischen) Intervention. (vgl. Gesundheitsförderung Schweiz 2015, 13)

Assessment (Qualitätsentwicklung)

Systematische Bewertung von Strukturen, Prozessen und Ergebnissen einer Organisation(-seinheit), eines Programms oder Projekts.

Autonomie

Autonomie im Bereich der Gesundheitsförderung bezeichnet die Selbstbestimmung, Selbstständigkeit und Entscheidungsfreiheit in Bezug auf die Gestaltung gesundheitsrelevanter Lebensbedingungen und des gesundheitsrelevanten Lebensstils. (Weber et al. 2016a, 121)

Bedarf

Fachlich begründeter, in der Regel wissenschaftlich festgestellter Mangel in bestimmten Settings oder Bevölkerungsgruppen (Aussenperspektive).

Bedürfnis

Subjektiv erlebter Mangel sowie Wünsche und Anliegen von Mitgliedern bestimmter Settings oder Bevölkerungsgruppen (Innenperspektive).

-> In Abgrenzung zum Bedarf (Aussenperspektive)

Begleitgruppe

Die Begleitgruppe hat im Unterschied zur Steuergruppe keine Entscheidungskompetenzen, sondern dient dem Projekt oder Programm als beratendes Gremium. Die Begleitgruppe setzt sich zusammen aus Fachpersonen, welche ihre Fachexpertise in das Projekt einbringen.

-> in Abgrenzung zur Steuergruppe

Belastungen

Innere (körperliche und psychische) und äussere (soziale und materielle) Einflüsse, die sich negativ auf die Gesundheit auswirken können.

-> in Abgrenzung zu Ressourcen

Benchmark

Referenzgrösse (Kennzahl), an der Leistungen oder Ergebnisse gemessen werden können. (OECD 2009, 23)

Best Practice

«Best Practice» steht für eine systematische Vorgehensweise unter Berücksichtigung aktuellen Wissens, relevanter Kontextfaktoren und der Werte und Prinzipien von Public Health und Gesundheitsförderung. (vgl. Broesskamp-Stone und Ackermann 2010).

-> in Abgrenzung zu Good Practice.

Chancengleichheit und Chancengerechtigkeit (gesundheitliche)

Gesundheitliche Chancengleichheit ist ein gesundheitspolitisches Leitziel, welches bedeutet, dass alle Menschen die gleichen Möglichkeiten zur Entwicklung, Erhaltung und Wiederherstellung ihrer Gesundheit haben. Anstelle von Gleichheit im Ergebnis («gleiche Gesundheit für alle») fordert der Begriff Chancengleichheit vielmehr Gleichheit hinsichtlich von Möglichkeiten («gleiche Chancen auf Gesundheit für alle»).

Gesundheitliche Chancengerechtigkeit ist ein operatives Umsetzungsprinzip und bezieht sich auf das Schaffen der Bedingungen, die es allen Menschen ermöglichen, ein gesundes Leben zu führen.

Controlling

Führungsinstrument zur Planung, Steuerung und Kontrolle von Dienstleistungen, Produkten, Prozessen etc. auf der Basis von Soll-Ist-Vergleichen.

Empowerment

Unter Empowerment versteht man einerseits Befähigung und Stärkung von Menschen, Gruppen und Organisationen zur selbstbestimmten Gestaltung ihrer Lebenswelt, andererseits aber auch die professionelle Unterstützung in diesem Prozess. (vgl. Habermann-Horstmeier 2017, 128; Gollner et al. 2018, 408) In Gesundheitsförderung und Prävention meint Empowerment die Unterstützung Ressourcen zu stärken, Handlungsoptionen zu erweitern, Selbstorganisation und gemeinschaftliches Handeln zu fördern und Verantwortung für die eigene Gesundheit und die Gesundheit anderer zu übernehmen. (vgl. Stark 1996 in Seckinger et al. 2000, 7)

Ergebnisqualität

Qualität der Leistungen und Produkte (Output) sowie der Wirkungen (Outcome) einer Intervention.

-> In Abgrenzung zur Struktur- und Prozessqualität

Evaluation

Systematische und nachvollziehbare Analyse und Bewertung von Konzeption, Umsetzung und/oder Wirkungen eines Evaluationsgegenstandes (z.B. Strategie, Programm, Projekt, Massnahme). Evaluationen basieren auf wissenschaftlichen Methoden. Eine Evaluation kann eine Selbstevaluation oder eine Evaluation durch Dritte sein (intern oder extern der Organisation).

Evidenz

Umfassendes plausibles Wissen über die Wirksamkeit von Interventionen, das sich ausdrücklich und nachvollziehbar auf die Ergebnisse empirischer wissenschaftlicher Forschung stützt. (vgl. Gollner et al. 2018, 408 sowie Bödeker 2006, 2)

Fremdevaluation

Bei einer Fremdevaluation wird die Evaluation von Personen durchgeführt, die nicht selber an der Intervention beteiligt sind. Die Fremdevaluation kann durch unabhängige externe Evaluatorinnen und Evaluatoren, z.B. aus einem professionellen Evaluationsbüro (externe Fremdevaluation) oder durch eine andere Einheit in derselben Organisation (interne Fremdevaluation) durchgeführt werden.

-> In Abgrenzung zur Selbstevaluation.

Gender

Dieser aus dem Englischen stammende Begriff meint im Gegensatz zu 'sex' nicht das biologische Geschlecht, sondern sozial konstruierte Aspekte der Geschlechtsidentität (z.B. mit dem Geschlecht verbundene soziale Normen, Rollen, Beziehungen). Diese sind im historischen und kulturellen Kontext zu verstehen und wandeln sich mit den gesellschaftlichen Entwicklungen.

Gesundheit

Gesundheit (und Krankheit) geht aus dem dynamischen Verhältnis von inneren (körperlichen und psychischen) und äusseren (sozialen und materiellen) Ressourcen und Belastungen hervor. Gesundheit entsteht, wenn sich Ressourcen und Belastungen in einem bestimmten Bereich im Gleichgewicht befinden oder die Ressourcen stärker ausgeprägt sind als die Belastungen. (vgl. Weber et al. 2016a)

Gesundheitsdeterminanten

Wissenschaftlich belegte Faktoren, die einen positiven oder negativen Einfluss auf die Gesundheit von Individuen und Bevölkerungsgruppen haben: biologische Faktoren, individuelle Ressourcen und Lebensweisen, ökologische, ökonomische, kulturelle und soziale Umweltbedingungen. Gesundheitsdeterminanten interagieren wechselseitig und können sich sowohl als Ressourcen und Schutzfaktoren als auch als Belastungen und Risikofaktoren auswirken. (vgl. Infodrog 2018)

Gesundheitsförderung

Die Gesundheitsförderung orientiert sich am salutogenetischen Ansatz und beschäftigt sich mit der Frage «Was hält Menschen gesund?». Ihr Ziel ist es, gesundheitsrelevante Lebensbedingungen zu verbessern und Gesundheitsressourcen und -potenziale zu stärken. Gesundheitsförderliche Interventionen richten sich auf ökonomische, ökologische, kulturelle und soziale Bedingungen der Lebensgestaltung (Verhältnisse) sowie auf Kompetenzen und Verhaltensweisen (Verhalten) von einzelnen Personen und Bevölkerungsgruppen. (vgl. Hurrelmann et al. 2018; Habermann-Horstmeier 2017, 131)

-> In Abgrenzung zur Krankheitsprävention.

Gesundheitskompetenz (health literacy)

Gesundheitskompetenz (health literacy) ist die Fähigkeit (Wissen, Können und Motivation) des Einzelnen, im täglichen Leben Entscheidungen zu treffen, die sich positiv auf die Gesundheit auswirken – zu Hause, am Arbeitsplatz, im Gesundheitssystem und in der Gesellschaft ganz allgemein. Gesundheitskompetenz befähigt Personen zur Selbstbestimmung und zur Übernahme von Gestaltungs- und Entscheidungsfreiheit bezüglich ihrer Gesundheit. Sie ermöglicht, Gesundheitsinformationen zu finden, zu verstehen, zu bewerten und in Handeln umzusetzen.

Gesundheitsversorgung

Die Gesundheitsversorgung umfasst alle Massnahmen, die durch Gesundheitseinrichtungen und Gesundheitsfachleute zugunsten von Patientinnen und Patienten erbracht werden.

Good Practice

Als «Good Practice» werden im Allgemeinen Interventionen bezeichnet, die sich in der Praxis mehrfach bewährt haben und von denen man ausgeht, dass sie multipliziert werden können. Werden Interventionen offiziell als «Good Practice» ausgezeichnet, geschieht dies systematisch, anhand ausgewählter Bewertungskriterien. (vgl. den Good-Practice-Ansatz des Kooperationsverbundes gesundheitliche Chancengleichheit (2017))

-> in Abgrenzung zu Best Practice

Handlungsebenen

Ebenen, auf denen Interventionen ansetzen können, um gesundheitsfördernde Wirkungen zu erzielen: Individuum, Gruppe, Setting/Organisation, Lebenswelt, Gesellschaft/Politik. (vgl. die Handlungsebenen der Ottawa Charta (WHO Europa, 1986))

Impact

Längerfristige Gesamtwirkung einer Vielzahl von Interventionen auf übergeordneter, gesellschaftlicher Ebene. Eine einzelne Intervention liefert einen begrenzten und in der Regel nicht exakt bestimmbaren Beitrag zu dieser Gesamtwirkung.

-> In Abgrenzung zum Output und zum Outcome.

Implementierung

Umsetzung und gegebenenfalls strukturelle Verankerung von Interventionen in Settings.

-> Im Qualitätssystem quint-essenz grenzt sich die Phase der Implementierung von der Konzeption und der Valorisierung ab. Die periodische kritische Reflexion und kontinuierliche Verbesserung der Intervention ist Teil der Implementierungsphase.

Indikator

Empirisch messbare oder beobachtbare Kenngrösse. Indikatoren dienen als quantitative oder qualitative Hilfsgrössen für die Beurteilung von (meist komplexen) Sachverhalten, die selbst nicht direkt gemessen oder beobachtet werden können.

Innovation

Entwickeln und Umsetzen von neuen Lösungen für gesundheitliche Herausforderungen und Probleme. Dazu gehören z.B. die Bearbeitung neuer Themen, die Entwicklung und der Einsatz von neuen Methoden und Instrumenten (z. B. digitale Anwendungen), die Ansprache von neuen Zielgruppen oder das Schliessen von Lücken in bestehenden Angeboten.

Input

Finanzielle, personelle und materielle Ressourcen, die für eine Intervention eingesetzt werden. vgl. auch Ressourcen

Interprofessionalität

Interprofessionalität bedeutet, dass Fachleute aus unterschiedlichen Professionen koordiniert und zielgerichtet zusammenarbeiten und die Blickwinkel der je anderen Professionen in ihre eigenen Konzepte miteinbeziehen.

-> Interprofessionalität geht über Multiprofessionalität hinaus und beinhaltet eine gelebte Kooperation verschiedener Fachdisziplinen und Berufsgruppen auf Augenhöhe.

Intervention

Eingriff in ein sonst anders ablaufendes Geschehen. Interventionen in Gesundheitsförderung und Prävention sind fachlich begründete, systematische und idealerweise partizipativ gestaltete Prozesse zur Veränderung von strukturellen Gegebenheiten (Verhältnisse) sowie Kompetenzen und Verhaltensweisen von Menschen (Verhalten) mit dem Ziel, Gesundheit zu fördern und Krankheiten vorzubeugen.
Als Intervention kann eine Strategie, ein Programm, ein Projekt, ein Angebot, eine Dienstleistung oder eine Massnahme der Gesundheitsförderung und Prävention gelten.

Kantonale Aktionsprogramme KAP

Ein kantonales Aktionsprogramm (KAP) ist eine vertragliche Zusammenarbeit im Bereich Gesundheitsförderung und Prävention zwischen Gesundheitsförderung Schweiz und einem Kanton. Gesundheitsförderung Schweiz unterstützt die Kantone dabei, sich für eine ausgewogene Ernährung, für regelmässige Bewegung und eine gute psychische Gesundheit bei Kindern, Jugendlichen, älteren Menschen und ihren Angehörigen zu engagieren.

Erklärvideos: https://gesundheitsfoerderung.ch/kantonale-aktionsprogramme/basisinformationen/was-ist-ein-kap.html

Kohärenzsinn

Der Kohärenzsinn ist ein zentrales Element der Salutogenese. Der Kohärenzsinn hilft den Menschen, die Zusammenhänge des Lebens zu verstehen (Verstehbarkeit), ihnen einen Sinn zu zuweisen (Sinnhaftigkeit) und dabei die Überzeugung zu gewinnen, das eigene Leben selbstkompetent gestalten zu können (Handhabbarkeit). (vgl. Habermann-Horstmeier 2017, 135; Antonovsky 1979))

Komplexität

Grad der Vielschichtigkeit, Vernetzung und Folgelastigkeit eines (sozialen) Systems in Bezug auf die Bewältigung spezifischer Aufgaben.

-> In Abgrenzung zu komplizierten Systemen (z.B. technische Einrichtungen) sind komplexe Systeme, wie beispielsweise soziale Systeme, in ihrer Entwicklung nicht gänzlich berechenbar und vorhersehbar.

Konsortium

Vorübergehender Zusammenschluss mehrerer rechtlich und wirtschaftlich selbständig bleibender Partner und Organisationen zur zeitlich begrenzten Durchführung eines (vertraglich) vereinbarten Zwecks.

Kontext

Rahmenbedingungen, in welche eine Intervention eingebettet ist und von welchen diese beeinflusst wird (politische, gesetzliche, soziale/kulturelle, ökonomische, ökologische und institutionelle Faktoren, Normen und Werte etc.).

Kontoklasse

Kontoklassen bezeichnen im Qualitätssystem quint-essenz Kategorien von Einnahmen- und Ausgabenkonten, die ein Budget gliedern (z.B. Personalkosten, Sachkosten, Betriebserträge).

Konzept

Verbindliches Planungsdokument für eine Intervention (z.B. für ein Projekt oder Programm). Es enthält im Wesentlichen die Begründung für eine Intervention, beschreibt die Ziele und die Vorgehensweise, es hält fest, wie die Intervention organisiert und evaluiert werden soll und welche Ressourcen dafür notwendig sind.

-> In Abgrenzung zu einer Projekt- oder Programmskizze, welche weniger umfassend, detailliert und verbindlich ist als ein Konzept.

Lebenskompetenzen

Fähigkeiten und Fertigkeiten, die Menschen benötigen, um mit altersgemässen Herausforderungen und Aufgaben des täglichen Lebens erfolgreich umzugehen. Die Lebenskompetenzen umfassen personale, soziale, kognitive und körperliche Kompetenzen. (Abderhalden und Jüngling 2019, 5)

-> Vgl. auch Gesundheitskompetenz.

Lebensphasenansatz

Der Lebensphasenansatz berücksichtigt, dass definierte Altersabschnitte im Lebenslauf sowie spezifische Übergänge einen Einfluss auf die Gesundheit und das gesundheitsrelevante Verhalten ausüben können (Kolip, 2011), und dass sich die objektiven und subjektiven Bedürfnisse je nach Lebensphase eines Menschen unterscheiden. Entsprechend werden im Lebensphasenansatz die wichtigsten Multiplikatoren und Settings pro Altersgruppe, prioritäre und vulnerable Zielgruppen, besonders prägende Lebensabschnitte und Übergänge definiert. (vgl. Amstad et al. 2016, 6)

Leistungsziel

Ein Leistungsziel gibt an, welche Leistungen oder Produkte in welchem Umfang im Rahmen einer Intervention erbracht werden sollen (vgl. auch Output).

-> In Abgrenzung zu Wirkungsziel (vgl. Outcome).

Leitbild

Managementinstrument, welches Auftragsverständnis, Werte, Normen und andere handlungsleitende Prinzipien einer Organisation umschreibt und als Orientierung für alle nach innen und aussen gerichteten Aktivitäten dient.

Massnahme

Eine Massnahme ist eine von einer Strategie abgeleitete konkrete Intervention mit festgelegten Terminen und Verantwortlichkeiten, welche der Erfüllung von definierten Zielen dient. -> In Abgrenzung zu Strategie

Meilenstein

Ereignisse von besonderer Bedeutung in einem Projekt oder Programm. Einerseits teilen sie den Projekt- oder Programmverlauf in überprüfbare Etappen mit Zwischenzielen und erleichtern damit sowohl die Planung als auch die Steuerung und Kontrolle. Andererseits sind Meilensteine oft mit wichtigen Entscheiden verbunden, z. B. im Rahmen des Vertragscontrollings.

Methode

Systematisiertes Verfahren zur Lösung einer Aufgabe oder zur Gewinnung von Erkenntnissen.

Migration

Migration bezeichnet die Wanderungsbewegungen von Bevölkerungsgruppen. Im Kontext der Gesundheitsförderung meint die Berücksichtigung des Migrationsaspektes, die besonderen Herausforderungen von Migrantinnen und Migranten angemessen zu berücksichtigen.

Monitoring

Kontinuierliche oder periodische systematische Datenerfassung zu ausgewählten Indikatoren, um Entwicklungen in einem Themenfeld oder in Zusammenhang mit einer Intervention zu beobachten. Das Monitoring kann Indikatoren zum Kontext, zu eingesetzten Mitteln (Input), zu Massnahmen, zu Leistungen (Output) oder zu Wirkungen (Outcome und Impact) beinhalten.

-> In Abgrenzung zur Evaluation geht Monitoring nicht in die Tiefe und bewertet nicht.

Multiplikation

Multiplikation meint die Verbreitung bestehender Interventionen.

Multiplikatoren / Multiplikatorinnen

Multiplikatoren/Multiplikatorinnen können Berufsgruppen oder Institutionen sowie Angehörige einer Zielgruppe sein, welche die Etablierung von Massnahmen in der Praxis unterstützen, die Reichweite von Massnahmen erhöhen und die Nachhaltigkeit von Veränderungen massgeblich unterstützen können. (vgl. Fonds Gesundes Österreich 2019). Sie vermitteln Informationen, können nach einer entsprechenden Qualifizierung aber auch selber Inhalte umsetzen, beispielsweise Beratungen oder Kurse durchführen. (vgl. Kooperationsverbund gesundheitliche Chancengleichheit 2017, 19)

Letzte Änderung: Donnerstag, 25. Juni 2020, 19:28 Uhr